Ajanta Höhlen

Die Ajanta-Höhlen, ein UNESCO-Weltkulturerbe, sind eine berühmte Ansammlung von 32 buddhistischen Höhlen, die sich etwa 107 km von Aurangabad entfernt befinden. Die in den Felsen gehauenen Höhlen in Ajanta sind entweder Gebetshallen oder Schreine (Chaityas), Kapellen, Viharas (Klöster) oder Wohnzellen.

Die Höhlen 9 und 10 sind Gebetshallen (Chaityas), die die frühesten bekannten Überreste von Malereien in Indien enthalten. Die Höhlen 19, 26 und 29 sind Chaityas aus der Mahayana-Periode und bei allen anderen Höhlen handelt es sich um Klöster (Viharas). Die Ajanta-Malereien sind dem Gandhara- und dem Mathura-Stil aus der Kushana-Periode, dem Sarnath-Stil aus der Gupta-Periode und dem Amaravati-Stil aus der späten Satavahana- und Ikshvaku-Periode zugehörig.

Ajanta Höhlen

Ellora Höhlen

Die Ellora Höhlen sind ein Paradebeispiel der Felsbau-Architektur seiner Zeit, sie umfassen hinduistische, buddhistische und jainistische Höhlen, die zwischen dem 4. und 9. Jahrhundert in den Felsen gehauen wurden. Von den 34 Höhlen sind 12 buddhistischer, 17 hinduistischer und 5 jainistischer Natur, die alle auf die Rashtrakuta-Dynastie vor etwa 1.500 Jahren zurückgehen. Sie wurden 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und werden heute vom Archaeological Survey of India (ASI) erhalten und verwaltet.

Buddhistische Höhlen

Ellora Höhlen

Aurangabad Höhlen

Eingebettet in den Schoß grüner Hügel, sind die Aurangabad-Höhlen ein Paradies für die Historiker unter den Reisenden. Die Sehenswürdigkeit befindet sich im Norden der Stadt und besteht aus 12 buddhistischen Höhlen aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. Die mystische Aura der zwischen üppigen Hügeln nahezu versteckten Höhlen, ist auf den offensichtlichen tantrischen Einfluss bei der Architektur und Ikonographie zurückzuführen. Die meisten dieser Höhlen sind vornehmlich Klöster (Viharas). Experten stimmen darüber überein, dass die Höhlen Nr. 3 und 7 am spektakulärsten sind und man diese nicht auslassen sollte. Außerdem gehören Höhlen 1 und 3 zur späteren Mahayana-Periode. Vom Grundriss her ähneln die Säulenanordnung und die Detailgestaltung den Höhlen 21 und 24 bei Ajanta. Die westliche Höhlengruppe umfasst die Höhlen 1 bis 5, während die östliche Gruppe aus den Höhlen 6 bis 10 besteht. Die Höhle 4 verfügt über eine in den Fels gehaue Gebetshalle (Chaitya), die als einzige ihrer Art der späteren Satavahana-Periode zugehörig ist. Die Umgebung der felsigen Höhlen bietet ein herrliches Panorama auf das Stadtbild von Aurangabad und das Bibi-Ka-Maqbara Mausoleum.

Die Höhle 6 ist mit Figuren von geschmückten Frauen geschmückt. Die Götzen befinden sich in einem guten Zustand und geben dem Besucher eine gute Vorstellung von der Ästhetik der damaligen Zeit. Die Höhle enthält auch ein Buddha- sowie ein Ganesha-Idol. Weibliche Skulpturen von Frauen mit Juwelen sind in Höhle 7 im Überfluss vorhanden und der Stil deutet auf einen zunehmenden Einfluss des tantrischen Buddhismus hin.

Aurangabad Höhlen

Daulatabad Fort

Auf einem 200 m hohen, kegelförmigen Hügel über die Landschaft ragend und über 95 Hektar verteilt, ist die Festung Daulatabad der Inbegriff dekkanischer Beharrlichkeit und strategischen Einfallsreichtums. In seiner Blütezeit galt die Festung als uneinnehmbar, da sich innerhalb und außerhalb der Mauern eine komplexe Reihe von Verteidigungsanlagen befanden. Die vier verschiedenen Mauern (Mahakot) mit ihren 54 Bastionen umgeben das Fort auf einer Länge von fast 5 km. Die Mauern sind etwa 1,80 bis 2,70 m dick und 5,5 bis 8,20 m hoch. Munitionsdepots und Getreidespeicher, die in den Räumlichkeiten untergebracht sind, tragen zum Nervenkitzel bei, wenn man diese historische Festung erkundet. Interessant ist auch der Hathi Haud, ein gigantischer Wassertank mit einem Fassungsvermögen von ca. 10.000 Kubikmetern. Die riesige Struktur lässt den Betrachter heute in Ehrfurcht vor der immensen Größe erstarren. Sie haben auch die Möglichkeit das 9 Meter hohe Chand Minar Minarett zu besuchen. Das königliche Bad aus der Tughlaq-Ära ist ein elitäres Bauwerk vergangener Zeiten und für jeden Besucher ein Muss. Hier befinden sich Massageräume, Vorrichtungen für heiße Bäder und Dampfbäder, die mithilfe eines gut durchdachten Systems von Tanks, Kanälen, Rohren, Ventilatoren usw. mit Wasser versorgt wurden. Die Besucher sollte auch anderen Strukturen ihre Aufmerksamkeit schenken, wie den Überresten des Grabens, den befestigten Mauern, den Stufenbrunnen, dem Gerichtsgebäude, dem einzigartigen Tempel, der Bharat Mata gewidmet ist, der Halle für öffentliche Audienzen, den Wasserzisternen und einen in den Fels gehauenen Durchgang. Ein tiefer gelegener Stadtkomplex, bestehend aus Haupt- und Nebenstraßen, wurde ebenfalls kürzlich bei Ausgrabungen freigelegt.

An der Straße von Aurangabad nach Ellora gelegen, wurde das Fort 1187 von König Bhillama V., einem Herrscher aus der Yadava-Dynastie erbaut. Die Stadt war damals bekannt als Deogiri, was bedeutet der Wohnsitz der Götter. Auf das grandiose Fort hatten wegen seiner strategischen Bedeutung im Laufe der Geschichte eine Reihe von einflussreichen Herrschern ein Auge geworfen. Muhammad Tughlaq, der Herrscher von Delhi, war von der Festung derart beeindruckt, dass er beschloss, seinen gesamten Hof und sogar die Hauptstadt dorthin zu verlegen und sie in Daulatabad, die Stadt des Reichtums, umzubenennen. Die gesamte Bevölkerung Delhis wurde massenhaft nach Daulatabad umgesiedelt. Später ging die Festungsanlage von den Bahmani-Herrschern unter Hasan Gangu auf die Nizam Shahis von Ahmednagar über. Sogar danach belagerte der Großmogul Aurangzeb vier Monate lang die Stadt, bis er sie endlich einnehmen konnte. Danach wurde es ihm von den Marathas entrissen, bevor das Fort 1724 n. Chr. von den Nizams von Hyderabad eingenommen wurde. 

Daulatabad Fort